Case Studies & Veröffentlichungen
im DiSTILL Projekt und um die Lausitz
Neben der Logistik sind auch Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Kunststoff und Metall ansässig, was ein breites Spektrum an Synergien schafft und die Region als Wirtschaftsstandort stärkt. Im Folgenden werden Case Studies und Veröffentlichungen präsentiert
Case Study 1 – Holzindustrie

Case Study 2 – Batteriewertschöpfung

Case Study 3 – Chemieindustrie

Abschlussarbeit – Simultane Standort- und Verkehrsträgerwahl unter Anwendung von nichtlinearer ganzzahliger Programmierung im Lausitzer Revier
– Leo Weyers
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale einer integrierten Entscheidungsfindung hinsichtlich Standortwahl und Transportmittelwahl im Kontext industrieller Standortplanung. Hierzu wurde ein simulationsbasiertes Optimierungsmodell auf Basis nichtlinearer Integer-Programmierung entwickelt, das strategische Planungsprozesse unterstützt und insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Straßen- und Schienengüterverkehr unter regionalen Rahmenbedingungen betrachtet. Die umfassende theoretische Analyse identifiziert die regionale Ebene als optimalen Maßstab für die Integration, da sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen operativer Differenzierung und strategischer Relevanz bietet. Szenariobasierte Simulationen unter Einbeziehung realistischer Kostendaten zeigen, dass eine gleichzeitige Optimierung erhebliche Kosteneinsparungen im Vergleich zu sequentiellen Ansätzen ermöglicht, vor allem bei hohen und stabilen Transportmengen, ausreichend langen Distanzen sowie einer förderlichen Infrastruktur und Politik für den Kombinierten Verkehr. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung integrierter Modelle für die taktische Logistikplanung und liefern eine methodische Grundlage, die auf andere Regionen und verschiedene intermodale Konfigurationen übertragbar ist.


Abschlussarbeit – Enhancing Freight Transport Efficiency in Germany Through Multimodal Route Optimization
– Maria Serveto
-> Link zu “Enhancing Freight Transport Efficiency in Germany Through Multimodal Route Optimization”
Der Güterverkehr gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasemissionen in Europa, und mit wachsendem Lieferaufkommen wird sich dieser Trend weiter fortsetzen. Andererseits gewinnt multimodaler Verkehr aufgrund der langsamen Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs zunehmend an Bedeutung. Für Unternehmen ist es jedoch schwierig, passende multimodale Routen zu finden. Dafür wurde in dieser Arbeit ein graphbasiertes Tool zur Optimierung multimodaler Routen entwickelt, das auf Straßen- und Schienendaten aus OpenStreetMap basiert. Intermodale Terminals dienen als Verbindungspunkte zwischen beiden Netzen, während die Kantengewichte verschiedene Kriterien berücksichtigen. Optimiert wird nach Entfernung, Zeit, Kosten und Emissionen, wobei der Dijkstra-Algorithmus jeweils die besten Routen berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich für ein deutschlandweites Netz in etwa 40 Sekunden praktikable Lösungen finden lassen. Kostenoptimierte Routen bevorzugen meist den Straßenverkehr, während emissionsoptimierte Varianten überwiegend auf die Schiene setzen. Insgesamt verdeutlicht die Studie, wie sich offene Daten und Graphalgorithmen für eine nachhaltigere Logistikplanung nutzen lassen.

Bericht – AP 6 Infrastrukturplanung
– Wulfram Overmann (IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH)
Der Bericht analysiert die Verkehrsinfrastruktur und die Perspektiven eines nachhaltigen Güterverkehrs in der Logistikregion Lausitz. Nach einer einleitenden Einordnung werden zentrale Entwicklungen der Treibhausgasemissionen sowie die Rolle verschiedener Verkehrsträger hinsichtlich Emissionen und Transportleistung untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf den Herausforderungen und Anforderungen der Schieneninfrastruktur sowie auf der wirtschaftlichen Bewertung von CO₂-Emissionen.
Darauf aufbauend wird die bestehende Infrastruktur der Lausitz (Straße, Schiene, Wasserwege und Logistikknoten) dargestellt und durch geplante Projekte ergänzt. Die Bewertung des aktuellen Zustands und zukünftigen Bedarfs erfolgt sowohl anhand von Stakeholder-Einschätzungen als auch durch die Analyse prognostizierter Transportströme bis 2040.
Mithilfe von Modellrechnungen zeigt der Bericht, dass Straßentransporte im Vergleich zu Schienen- und intermodalen Lösungen deutlich höhere Kosten und CO₂-Emissionen verursachen. Abschließend werden übergeordnete und regionsspezifische Handlungsempfehlungen formuliert , insbesondere zur Stärkung der Schieneninfrastruktur, zur Beseitigung von Engpässen sowie zur besseren Anbindung von Industrie- und Gewerbegebieten im Zuge des Strukturwandels.
Zu Beginn des Berichts befindet sich eine Management Summary. Ebenso gibt es vier Anlagen zur Auswertung der Transportströme der Lausitz mit den Kreisen der Bundesrepublik Deutschland auf Basis der Verkehrsprognose 2040. Die Darstellungen unterscheiden sich nach Verkehrsträger (Straße / Schiene), Richtung (Inbound / Outbound) und betrachten die Transportvolumina als Summe sowie differenziert nach Gütergruppen jeweils für die Jahre 2019 und 2040.








